Alle Beiträge von Sonja Köhler

Wohnen mit Mehrwert – Machen Sie mit!

In der Franziskusstraße in St. Leon-Rot soll eine Mehrgenerationenwohnanlage mit 19 barrierefreien Eigentumswohnungen entstehen. Baubeginn soll im Herbst 2021 sein.

Senioren, Alleinstehende, Paare, Familien und Menschen mit und ohne Handicap – alle können unter einem Dach wohnen. Das ist das Ziel des Vereins SMILE e.V. St. Leon-Rot, der sich für ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung einsetzt.

Mit dem Ziel „Gemeinsam statt einsam“ wird das Mehrgenerationenprojekt Begegnungsräume von Jung und Alt unter einem Dach schaffen. Mit dazu gehören ein großer Gemeinschaftsraum, eine Werkstatt, ein gemeinsam genutzter Wasch- und Trockenraum, sowie ein schöner naturnaher Garten.

Aufgrund der bestehenden CORONA-Situation wird um eine vorherige telefonische Terminabsprache bei Ulrike Freiseis: 06227/51990 gebeten.

Mehr Informationen finden Sie unter www.mehrwertwohnen-slr.de

Ein gelungener Auftritt

Am Sonntag, 11. Oktober versammelte sich die SMILE-Trommelgruppe vor dem Seitenausgang des HARRES um an der Seniorenherbstfeier teilzunehmen.

Mit Masken und Trommeln bepackt, warteten wir nervös auf unseren Auftritt. Nachdem alles Organisatorische geklärt war und wir die Treppe hochstapften, teilte sich die Gruppe auf, so dass eine Hälfte beim Aufbau mithalf und die andere Hälfte die Show schon einmal genießen konnte.

Nach der Pause war es endlich soweit. Alle Trommler*innen hatten sich mit ihren Djembén und Cajóns eingefunden und warteten energiegeladen darauf, dass sich der Vorhang öffnete. Die Gruppe begann mit einer kleinen Bodypercussion unter dem Titel „Endlich ist der Herbst da“. Nach dem gemeinsamen Chor aus Gestampfe und Geklatsche war nun das Publikum an der Reihe. Dieses ließ sich nicht zwei Mal bitten und machte voller Elan die Bewegungen der Gruppe mit.

Nach der Bodypercussion richteten alle ihre Trommeln und Stöcke und begannen ein fetziges Rhythmuspuzzle. Teile dieses Stücks bestanden aus komplizierten Grooves, rhythmischen Solos und einem Rap, gesprochen von Alina und Jonas. Nachdem das Arrangement mit den Worten: „Zusammen sind wir bunt. Die Welt ist rund. Die Trommel macht den Beat. So geht das Lied. Hey!“ zu Ende ging, legten einige Trommler*innen ihre Klangstöcke beiseite und machten sich bereit für den letzten Programmpunkt.

Zum Schluss erklang das Lied „iD“ von Patrick Kelly aus den Lautsprechern und die Smilies begannen zusammen dem Takt der Melodie mit den Trommeln zu folgen. Es ergab sich ein Zusammenspiel aus Klangstöcken, Cajóns und Djembén, das mit einem finalen gemeinsamen Schlag den Auftritt beendete.

Unter großem Applaus verließen die Trommler*innen mit einem Lächeln auf den Lippen die Bühne. Der Tag war auf jeden Fall ein voller Erfolg!

Bericht Alina Cerwenetz

Unsere Trommelgruppe zeigte wieder vollen Einsatz und das Publikum bedankte sich mit einem donnernden Applaus.

Integrativer Sportabzeichentag 2020

Am Sonntag, 20. September trafen wir uns bei schönstem Sonnenschein auch dieses Jahr wieder auf dem Gelände der Abteilung Leichtathletik des TSV Rot, um das Deutsche Sportabzeichen zu erlangen.

Drei unserer Vereinsmitglieder, Jonas, Lorenzo und Noah, mitsamt ihrer Trainerin Judith Wilke gaben zusammen mit den Mitgliedern des TSV Rot Leichtathletik ihr Bestes. Da wir dieses Jahr kaum trainieren konnten, gebührt den Teilnehmern besonderer Respekt.

Standweitsprung, der Kurzstreckenlauf und auch der Langstreckenlauf, stellten für uns als erfahrene Sportler kein Problem dar. Bei den koordinativen Disziplinen merkte man allerdings die mangelnde Übung. Doch zum Glück gibt es die Möglichkeit den Weitsprung durch das Zielwerfen zu ersetzen. Da unsere drei Teilnehmer auch bei den „Wieseln“ in Wiesloch, der inklusiven Handballmannschaft des TSG Wiesloch fleißig trainieren, konnten wir während unseres üblichen Trainings, auch die Disziplin Koordination vervollständigen, so dass wir allen das Deutsche Sportabzeichen werden überreichen können.

Ein besonders herzlicher Dank geht an Iris Wehrum, ihre Familie und Lothar Köhler, aber auch an alle anderen Helfer des Leichtathletik-Teams für ihre hervorragende Organisation, die unter den derzeitigen Bedingungen besonderen Aufwand erforderte.

Hoch motiviert absolviert Jonas seinen Lauf.

Danke für die große Unterstützung!!

Beim ersten digitalen Theaterfestival des Bundes Deutscher Amateurtheater (BDAT), kam unsere Theatergruppe “Includo“ mit ihren 17 Darstellern in der Sparte „Theater ist Leben!“ auf 969 Stimmen und erreichte damit den dritten Platz. Am 12. September trafen sich die Includo‘s mit ihren Familien im neu erbauten Jugendzentrum von St. Leon-Rot, um der digitalen Preisverleihung beizuwohnen.

Unter 167 Bewerbern aus ganz Deutschland wurden 15 Theatergruppen in fünf verschiedenen Sparten vom Bund Deutscher Amateurtheater als Preisträger für den deutschen Amateurtheaterpreis „Amarena 2020“ nominiert. Beim ersten digitalen Theaterfestival schaffte es Includo in der Sparte „Theater ist Leben!“ mit dem neuesten Stück „Manche mögen´s heiss“ unter die ersten drei Preisträger.

Unsere inklusive Theatergruppe mit ihren 17 aktiven Mitgliedern kam mit stattlichen 969 Stimmen auf den 3. Platz. Das Abstimmungsergebnis ist grandios. Es zeigt wieviele Freunde und Unterstützerunsere Theatergruppe und somit unser Verein hat, die alle für Includo abgestimmt haben. Der erste Platz ging an die „Fränkische Passionsgruppe Sömmersfeld“ aus Bayern, die mit ihren 400 Mitwirkenden 1465 Stimmen bekam.  

Nach drei Veranstaltungstagen im digitalen Raum fand das Theaterfestival am 12. September, mit einer online Gala und Ehrung der Preisträger*innen seinen spannenden Abschluss. Voller Erwartung trafen sich die Includo‘s, zusammen mit ihren Familienangehörigen, im neuen Jugendzentrum von St. Leon-Rot, um bei allerlei süßen und deftigen Häppchen und unter Einhaltung der Hygienebestimmungen, die digitale Preisverleihung online mitzuerleben.

Alle warten gespannt auf das Ergebnis der Online-Abstimmung.

Bürgermeister Dr. Eger machte dies möglich, in dem er uns für diesen außergewöhnlichen Anlass, das Jugendzentrum zur Verfügung stellte. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.

Wir bedanken uns auch beim Team des Jugendzentrums für seine Unterstützung bei den Vorbereitungen und vor allem bei den vielen Freunden und Bekannten, die uns ihre Stimme gegeben haben.

Ein großes Lob geht auch an Claudia Gottuk-Brede und das Team hinter den Kulissen, das zu diesem beachtlichen Erfolg der Gruppe beigetragen hat.

Rückblick Sommerfreizeit Hamburg

Die langersehnte Freizeit, die trotz Corona stattfinden durfte, stand endlich vor der Tür. Am Samstag, den 08.08.20 trafen sich acht junge Erwachsene von SMILE e.V., mit ihren drei Betreuern, in Mannheim am Hauptbahnhof. Wie auf heißen Kohlen, warteten alle auf den ICE, der uns nach Hamburg bringen sollte. Pünktlich um 12:05 Uhr traf er ein und nach der Verabschiedung von den Eltern, saßen wir auch schon im Abteil auf unseren Plätzen. Gegen 16:40 Uhr endete unsere Fahrt in Hamburg. Mit der U-Bahn gings dann weiter zu den Landungsbrücken, wo unsere Jugendherberge war. Nach dem Einchecken warteten wir bei 31 Grad auf das warme Abendessen. Trotz der Erschöpfung von der langen Reise stiefelten wir danach alle zusammen an den Hafen, um den Schiffen beim Einfahren zuzuschauen und beobachteten ein großes Feuerwerk. 

Am Sonntagmorgen um 07:00 Uhr, trafen wir uns alle zum ersten Frühstück. Nach der Stärkung machten wir uns mit der Schiffslinie 62, von den Landungsbrücken aus, auf den Weg zum Elbstrand in Övelgönne. Mit viel Trinken verbrachten wir eine schöne Zeit im Wasser und am Strand. Wir spielten Gitarre und sangen alle kräftig mit. Nach einer Verschnaufpause in der Jugendherberge, machten wir uns auf den Weg in eine Pizzeria. Mit vollem Magen besuchten wir das „Hard Rock Cafe“ an den Landungsbrücken. Denn was ist schon Hamburg ohne das berühmte Kult-Lokal mit seinem internationalen Flair. Einige Meter weiter spielte eine Liveband, der wir lange Zeit lauschten, bis wir zur Abendattraktion übergingen. Wir überraschten unsere Teilnehmer mit einer Abendlicht-Rundfahrt durch den Hafen und durch die Speicherstadt. Die Fahrt wurde von einem Moderator begleitet, der uns viel über die historische Geschichte von Hamburg erzählte. Müde und bepackt mit großartigen Eindrücken, gingen wir zurück in die Jugendherberge.

Gruppenbild in der Pizzeria.


Zu früher Stunde, um 07:00 Uhr, trafen wir uns am Montag wieder alle beim gemeinsamen Frühstück. Danach saßen wir zusammen und machten Musik, um den Tag ruhig anzugehen. Schließlich mussten wir uns für die große Europa-Passage stärken, damit wir die Shopping-Tour in den 120 Shops auf fünf Etagen, gut durchhalten konnten. Mit einem Mittagsvesper an der Außenalster genossen wir das schöne Wetter. Gemeinsam liefen wir noch in einen Park und verbrachten dort schöne Momente.

Am Dienstag klingelte der Wecker ebenfalls früh. Tagesprogramm war der wunderschöne Park „Planten un Blomen“. Uns erwartete ein wunderschöner Park mit beeindruckenden Pflanzen und einem Wasserspielplatz. Diesen nutzten wir die ganze Zeit, denn wir hatten wieder 34 Grad. Aufgrund der Corona-Situation blieben die Gewächshäuser geschlossen. Das hinderte uns aber nicht daran, schöne Spaziergänge und großartige Erlebnisse zu haben. Zum Abendessen fuhren wir wieder in die Jugendherberge zurück und ließen den Abend dort ausklingen.

Am Mittwochmorgen mussten wir uns beim Frühstück besonders gut stärken, denn wir hatten wieder ein volles Programm geplant. Nach ein paar Einkäufen an den Landungsbrücken, fuhren wir mit der Schiffslinie 72 zur Elbphilharmonie. Von ganz oben hatten wir einen grandiosen Blick über den Hafen und über Hamburg. Beim Vespern in einem nahegelegenen Park, besprachen wir gemeinsam unser nächstes Ziel, ein 3D Museum in St. Pauli. In diesem Museum war unsere Wahrnehmung besonders beansprucht. Wir durften zu dritt Einrad fahren, mit Aladdin auf seinem Teppich reiten und eine große Schlucht bezwingen. Diese Erlebnisse verdankten wir der 3D Technik. Nach dem Besuch eines nahegelegenen Parks, schleppten wir uns mit knurrendem Magen zum Abendessen in die Jugendherberge zurück.

Wir besuchten zahlreiche Parks in Hamburg.


Der Donnerstag war unser letzter vollständiger Tag. Nach dem Frühstück begaben wir uns wieder auf Schusters Rappen an die Landungsbrücken, um mit der Schiffslinie 62 an den Elbstrand zu fahren. Fast wie auf Bestellung durften wir einem großen Frachtschiff dabei zusehen, wie es in den Hafen einfuhr. Nach ein paar leckeren Fischbrötchen zum Mittagessen, gingen wir ins Panoptikum, dem ältesten Wachsfigurenkabinett in ganz Deutschland.  Anschließend verbrachten wir eine schöne gemeinsame Zeit im Elbpark, einem Park in St. Pauli. Da das Musical „König der Löwen“ wegen Corona ausfallen musste, machten wir im Park unser eigenes Event. Wir ließen Disney Songs ablaufen und sangen dazu. Leider stand danach noch das Kofferpacken an.

Freitag war der Tag der Heimreise. Dennoch durften wir uns noch auf eine letzte gemeinsame Aktion freuen. Ziel war die Stadtrundfahrt in einem Doppeldeckerbus. Uns wurde gezeigt, wo Udo Lindenberg wohnt, wo er abends gerne ein Bierchen trinkt und wo Otto Waalkes am liebsten Essen geht. Wir fuhren auch durch die Speicherstadt und durch ein reiches Viertel mit wunderschönen Gärten. Wir bedauerten die Abreise sehr, doch irgendwann wurde es Zeit unsere Koffer aus der Jugendherberge zu holen. Mit all unserem Gepäck liefen wir an die Landungsbrücken, um mit der S3 zum Hamburger Hauptbahnhof zu fahren. Unser ICE fuhr pünktlich auf die Minute um 16:23 Uhr ein. Nach der Ankunft im Mannheimer Hauptbahnhof und nach kurzen Gesprächen mit den Eltern, fuhren alle müde nach Hause.

Reisebericht zur Freizeit in Leipzig

Am Sonntag 09.08.20, war der erste Tag unserer Städtetour nach Leipzig. Voller Vorfreude traf sich unsere sechsköpfige Reisegruppe um 9.00 Uhr am Mannheimer Hauptbahnhof. Nach einer ruhigen, kühlen Zugfahrt erreichten wir am Mittag den Leipziger Hauptbahnhof. Zum Glück war unser Hotel nicht weit und der „Check-in“ unkompliziert. Nach einer kleinen Pause machten wir uns auf den Weg zu einer spannenden Stadtrundfahrt. Da staunen hungrig macht, konnten wir unser Abendessen besonders genießen. Zum Abschluss des Tages entspannten wir auf unseren Zimmern und im gemütlichen Hof unseres Hotels.

Am Montagmorgen hatten wir alle gute Laune, da uns das schöne Wetter „total“ motivierte. Wir packten unsere Rucksäcke mit Lunchpaketen und Getränken und suchten uns ein gemütliches Café zum Frühstücken. Unser Motto für den Tag: wir gehen in den Zoo! Dort bestaunten wir Giraffen, Löwen, Affen und Fische. Anschließend machten wir noch eine Bootsfahrt und schauten uns noch mehr Tiere und eine tropisch angelegte Landschaft an. Nach dem langen Laufen taten unsere Füße weh, also machten wir uns auf „die Socken“ um einen Kaffee zu trinken oder ein Eis essen zu gehen. Nach dem langen Zoobesuch liefen wir zurück ins Hotel. Auf unserem Heimweg kamen wir an einem tollen Konzert in der Innenstadt vorbei und entschlossen uns, dort noch etwas zu verweilen. Ein bewegter Tag ging spät zu Ende!

Vor dem Leipziger Zoo.

Der Dienstag begann mit einem ausführlichen Frühstücks-Buffet im Herzen der Stadt. Anschließend bummelten wir alle durch die Fußgängerzone und „plünderten“ das ein oder andere Geschäft, welches u.a. Schuhe, Klamotten, Bücher und verschiedene Souvenirs anbot. Nach einer Pause im Hotel fuhren wir mit der Straßenbahn Linie 15 zu einem der beeindruckendsten und imposantesten Sehenswürdigkeiten Leipzigs, dem Völkerschlacht-Denkmal. Es ist 91 Meter hoch und erinnert an die 1813 tobende Schlacht bei Leipzig. Immer noch fasziniert von dem tollen Ausblick, machten wir uns auf den Weg zur Karl-Liebknecht-Straße, welche in etwa mit der Champs-Élysées (Prachtstraße in Paris) vergleichbar ist und ein wahres Paradies für Multikulti-Fans bietet. Nach einem langen und heißen Fußmarsch, stiegen wir in die nächste Tram Richtung Innenstadt, um ein asiatisches Lokal zum Abendessen anzusteuern.

Unsere Reisegruppe vor dem Völkerschlachtdenkmal.

Am Mittwoch, dem vierten Tag unserer Freizeit, nahmen wir uns Zeit zum Entspannen. Dafür suchten wir im Internet einen geeigneten Ort und wurden schnell fündig. Das Öko-Bad in Leipzig Lindenthal erschien uns dafür perfekt geeignet. Das Wasser im schön angelegten Schwimmbecken hatte genau die richtige Temperatur, um uns von der heißen Sonne zu erholen. Entspannt und vom Schwimmen erfrischt, fühlten wir uns bereit für eine Führung in „Auerbachs Keller“, eins der bekanntesten und ältesten Restaurants Europas, in dem bereits Martin Luther zu Gast war. Nach diesem spannenden Erlebnis ließen wir den Abend bei Pizza und Salat ausklingen.

Der Donnerstag begann um 8:00 Uhr und damit eine halbe Stunde früher als sonst. Nach einem kleinen „Bäckerfrühstück“ um die Ecke, fuhren wir mit der Straßenbahn Linie 3 nach Plagwitz, wo uns mehrere, künstlerische „Highlights“ erwarteten. In einem ehemaligen Fabrik-Gebäude wurden uns über einen Beamer die Gemälde von Van Gogh präsentiert, begleitet von schöner und entspannter Musik. Im Anschluss ging es in eine alte Spinnerei. Dort wurden mehrere Kunstobjekte zur Schau gestellt, welche die verschiedensten „Geschmäcker“ trafen; dies waren z.B. Bilder oder verschiedene Kleidungsstücke. Da die Sonne auch heute unser ständiger Begleiter war, teilten wir uns danach in zwei „Grüppchen“ auf. Ein Teil fuhr zurück ins Hotel, um ein längeres Mittagsschläfchen zu halten, der andere Teil gönnte sich eine kleine Erfrischung in einem Bistro. Danach ging es noch ein letztes Mal auf Shoppingtour. Unser Ziel war ein großes Kaufhaus, in welchem man so ziemlich jedes Accessoire zum Wohnen, Verreisen und glücklich sein, finden konnte. Sobald das nötige Geld ausgegeben und die Einkaufstaschen gefüllt waren, kam dann noch der kleine Hunger dazu. Leider fing es kurz darauf zu regnen an, sodass wir nicht in unserem eigentlichen Domizil, dem Leipziger Markt, zu Abend essen konnten. Dafür ließen wir es uns bei Burger, Pommes und Salat nochmal so richtig schmecken und bei einem leckeren Cocktail unseren letzten, gemeinsamen Abend ausklingen.

Nachdem wir am Vorabend schon unsere Koffer gepackt hatten, starteten wir am Freitag mit der Zimmerkontrolle in den Tag. Da wir noch genug Zeit bis zur Abfahrt hatten, dachten wir, es wäre schön gemütlich etwas länger Frühstücken zu gehen. Leider hatten wir unseren Plan ohne unsere treuen Begleiter, die Wespen, gemacht. Aus einem lang geplanten Brunch wurde deshalb nur ein normales Frühstück, welches wir mit einer letzten Tour durch die Stadt verknüpften. Gut gestärkt führte uns der Weg zurück ins Hotel, um die Koffer abzuholen. Unsere Reisegruppe begab sich auf den Weg zum Hauptbahnhof und musste nur kurze Zeit warten, bis sie einsteigen konnte. An unseren Plätzen angekommen siegte die Müdigkeit. Das war ein toller Urlaub, aber wir freuten uns auch auf Zuhause.

Autoren der einzelnen Berichttage:
Anna-Lena Herrmann, Nicole Freiseis, Martin Köhler und Verena Schneiders

Kampf gegen das Unkraut gewonnen

Am Samstag den 11. Juli 2020 erschienen viele fleißige Helfer unserer SMILE-Jugend, trotz 25°C im Schatten, um dem Unkraut am Vereinsheim gemeinsam Herr zu werden. Wenig Schatten und vielen Trinkpausen zum Trotz, konnten unsere Smilies wieder einmal beweisen, dass man mit viel Spaß und ein paar Freiwilligen unsere Gemeinde St. Leon-Rot tatkräftig unterstützen kann.

Unsere Smilies fleißig bei der Arbeit.

Spende der Aktion „Spucktuch“ an SMILE e.V.

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Eine kleine private Frauengruppe aus St. Leon-Rot ergriff frühzeitig die Initiative und nähte ehrenamtlich ca. 1.000 waschbare Mundschutzmasken in vielen Farben und Mustern.

Ihre Schutzmasken verteilten sie kostenlos an Einrichtungen, aber auch die Bevölkerung von St. Leon-Rot konnte sich unter dem Kennwort „Spucktuch“ per Mail bei der Gruppe melden und wurde so kontaktlos mit Masken versorgt. Eine großartige Aktion, da der Mundschutz in der Corona-Krise schnell zur Mangelware wurde. Viele wollten sich gerne für dieses wertvolle Engagement mit einem finanziellen Beitrag erkenntlich zeigen. So beschloss die Frauengruppe, nach Abschluss der Aktion den beachtlichen Erlös von 400 Euro an eine Einrichtung in St. Leon-Rot zu spenden.

In dieser außergewöhnlichen Zeit, ist die Spende eine tolle Überraschung für SMILE e.V., über die wir uns ganz besonders freuen. Wir werden sie für die sportlichen und kulturellen Aktivitäten unserer Vereinsjugend verwenden. So wie viele Aktive aus anderen Vereinen, wünschen sich auch unsere Mitglieder, dass gemeinsame Aktivitäten bald wieder möglich sind. Bei den Initiatorinnen und den großzügigen Spendern möchten wir uns ganz herzlich für diese Unterstützung bedanken.

Wir wünschen allen weiterhin viel Zuversicht und Gesundheit!

Martins Arbeitstag

Auch wir helfen mit!
Seit vielen Jahren arbeiten junge Menschen mit Beeinträchtigungen aus unserem Verein SMILE e.V. in inklusiven Arbeitsbereichen, wie z.B. in Pflegeeinrichtungen. Auch in dieser schwierigen Zeit stehen sie ihren Kolleginnen und Kollegen täglich als Unterstützer zur Seite. Über ihre berufliche Tätigkeit wollen wir berichten:

Betreuung mit Herz – Mein Arbeitstag im Pflegeheim

Mein Name ist Martin Köhler, ich bin 26 Jahre alt und arbeite seit 7 Jahren in einem Hockenheimer Pflegeheim.

In unserem Haus gibt es insgesamt vier Stationen.
Zwei davon sind für junge pflegebedürftige Menschen, die z.B. durch schwere Unfälle oder epileptische Anfälle auf tägliche Hilfe angewiesen sind. Auf den beiden anderen Stationen, auf welchen ich hauptsächlich unterwegs bin, leben unsere Senioren*innen, denen die Corona-Krise und das damit verbundene Besuchs- und Ausgehverbot besonders zu schaffen macht. Deswegen ist mein Job als Alltagsbetreuer in diesen Tagen umso wichtiger und ich möchte mit diesem Bericht einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben.

Am liebsten und gerade jetzt, bei recht frühsommerlichem Wetter, nutzen viele Bewohner unsere Unterhaltungsangebote, die dann auf den hauseigenen Balkonen und Terrassen stattfinden. Darunter findet man z.B.: alte Volkslieder miteinander singen, aus der aktuellen Zeitung oder Geschichten von früher vorlesen, Rate- bzw. Quizrunden, Spiel- u. Gymnastik-Angebote u.v.m.. Manche Senioren setzen sich aber einfach nur dazu, um die Sonne zu genießen. Alles findet im Moment mit dem gebotenen Mindestabstand statt.

Auch Bingo steht auf unserem Programm und ist bei den Bewohnern sehr beliebt.

Zu Festtagen bieten meine Kolleginnen und ich auch Sonderprogramme an, wie z.B. vor Ostern habe ich mit den Senioren Eier gefärbt und jeder bekam hinterher (s)ein selbstgefärbtes Osterei.

Wer jetzt denkt, dass das alles ist, was wir Alltagsbetreuer tun, der hat sich getäuscht, denn leider kann nicht jeder Bewohner aus dem Bett oder sitzt im Rollstuhl. Für diese Senior*innen ist die Stimulierung des Körpers und der Sinnesorgane sehr wichtig. Meine Arbeitsutensilien sind dabei ein Igelball und eine Bodylotion. Wichtig ist außerdem die Hilfe bei den täglichen Mahlzeiten, die nicht nur aus der Unterstützung beim Essen und Trinken besteht, sondern häufig auch aus gutem Zureden, damit wenigstens ein paar Häppchen der Speisen gegessen werden.
Aber auch draußen vor der Tür unserer Einrichtung endet mein Aufgabenbereich nicht. Wenn eine Bewohnerin oder ein Bewohner einen Arzttermin hat, sind wir Alltagsbetreuer*innen die Begleitpersonen. Im Moment werden allerdings nur äußerst notwendige Arztbesuche wahrgenommen, da wegen Corona so wenig wie möglich Aufenthalte außerhalb der Pflegeeinrichtung stattfinden sollen.

Für Bewohner, die einen besonderen Wunsch haben, kaufe ich auch gelegentlich in meiner Freizeit ein. Es sind oft nur Kleinigkeiten, die aber gerade in der Corona-Quarantäne ein wenig Ablenkung bringen und dankend entgegengenommen werden.  Es gibt mir immer ein gutes Gefühl helfen zu können und mit der Hoffnung, dass der Corona-Schreck bald ein Ende hat, habe ich mich gefreut, mit diesem Bericht „Flagge“ für unsere Arbeit zeigen zu können. Ich wünsche mir, auch im Namen aller Kolleginnen und Kollegen in unserer Branche, dass uns die gesellschaftliche Anerkennung auch nach „Corona“ erhalten bleibt.

Bericht von Martin Köhler